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Musizieren als Modell für die Anpassungsfähigkeit (Plastizität) des menschlichen Gehirns

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  • hochgeladen 28. November 2018
  • Vortrag von Prof. Dr. med. Eckart Altenmüller, Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover, im Rahmen der Ringvorlesung WS 2018/2019 des Bernstein Center Freiburg

    Musizieren und Singen gehören zu den anspruchsvollsten menschlichen Leistungen. Gehör, Motorik, Körperwahrnehmung und Gesichtssinn werden beansprucht und die Bewegungen und Klänge in den Emotionssystemen des Gehirns bewertet.

    Zahlreiche neuroplastische Vorgänge lassen sich beim Erlernen eines Instruments nachweisen. So finden sich bei Berufsmusikern größere Nervenzelldichten in sensomotorischen und auditiven Hirnregionen und eine effizientere neuronale Vernetzung. Derartige neuroplastische Effekte können zur Therapie bei Aphasien und motorischen Störungen nach Schlaganfällen eingesetzt werden.

    Ein „Zuviel“ an Üben kann allerdings auch schädlich sein und zu Störungen der feinmotorischen Kontrolle führen. Diese als „Musikerdystonie“ bekannte Erkrankung ist glücklicherweise vermeidbar und kann heute auch gut behandelt werden.

    Siehe auch www.bcf.uni-freiburg.de/ringvorlesung

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